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vorgerichtliches Inkasso
2
gerichtliche Durchsetzung
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Forderungs- Überwachung

FAQ – Auftraggeber

  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit IPP eine Forderung für mich bearbeiten kann?

Die Forderung muss fällig sein und der Schuldner muss sich im Verzug befinden. Vgl. §286 BGB. Es ist sinnvoll, den von Ihnen gestellten Rechnungen immer einen Passus wie z. B. “der Rechnungsbetrag ist vollständig und ohne Abzüge zahlbar bis spätestens [Datum]” hinzuzufügen. Dann ist auch keine weitere Mahnung erforderlich, damit Sie uns die Forderung in Bearbeitung geben können. Bitte beachten Sie: Lediglich die Formulierung “Bitte überweisen Sie die Rechnung bis spätestens…” ist nach aktueller Rechtsprechung (OLG Saarbrücken 1 U 398/11 FMP 13, 163 vom 17.04.13) nicht mehr ausreichend, um den Verzug eintreten zu lassen. Sollten Sie diese Formulierung auf Ihren Rechnungen nutzen wollen, müssen Sie in der Regel eine reguläre Mahnung verschicken, damit der Verzug eintritt.

  • Kann ich alle Arten von Forderungen an IPP zur Bearbeitung übergeben?

Prinzipiell ja. Es spielt hierbei keine Rolle, ob Ihre Forderung bereits gerichtlich geltend gemacht wurde und ein vollstreckbarer Titel vorliegt oder ob Ihre letzte Mahnung noch frisch ist. Wir leiten alle notwendigen Schritte ein, um Ihre Forderung zu realisieren. Sollten Sie ernstlich bestrittene Forderungen bearbeiten lassen wollen (wenn der Schuldner z.B. Widerspruch gegen den von Ihnen beantragten Mahnbescheid erhoben hat) ist es dringend erforderlich, dass Sie diese bei Übergabe an uns deutlich kennzeichnen. Wir leiten wir den Vorgang an einen unserer Vertragsanwälte weiter, der die Angelegenheit prüfen wird und dann ggf. Ihre Vertretung übernimmt. Unsere Vermittlung ist in diesem Fall 100%ig kostenlos für Sie. Bitte beachten Sie jedoch unbedingt, dass hier u. U. strenge gerichtliche Fristen einzuhalten sind.

  • Wann ist meine Forderung verjährt?

Dies ist ein umfangreiches Thema und muss immer im Einzelfall geklärt werden. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass für noch nicht gerichtlich geltend gemachte Forderungen eine Verjährungsfrist von 3 Jahren gilt. Entscheidend ist hierbei lediglich das Kalenderjahr und immer der 31. Dezember als Stichtag. Eine Forderung aus dem Jahr 2005 (egal, ob im Januar, April oder Dezember entstanden) verjährt also am 01.01.2009. Wie gesagt: gerechnet wird ab dem 31.12. des jeweiligen Jahres, also hier 31.12.2005. Frist 3 Jahre, ergibt den 31.12.2008. Die Forderung ist somit am 01.01.2009 verjährt. Es gibt allerdings verjährungsunterbrechende Ereignisse (z.B. geleistete Teilzahlungen), welche diese Frist verlängern können. Im Einzelfall prüfen wir Ihre Forderung gerne auf Verjährung.

Sofern Sie im Besitz eines vollstreckbaren Titels sind, gilt die 30jährige Verjährungsfrist. Diese beginnt am Tag nach der Zustellung des Titels (hier ist also nicht der jeweils 31.12. ausschlaggebend). Wurde Ihr Titel bspw. am 15.04.2004 zusgestellt, verjährt dieser am 16.04.2034. Auch hier gilt: Verjährungsunterbrechung z.B. durch geleistete Teilzahlungen und vor allem Zwangsvollstreckungsmaßnahmen kann diese Frist teils erheblich verlängern.

  • Welche Gebühren stellen Sie meinem Schuldner in Rechnung?

Wir bemühen uns immer um eine für alle Seiten faire, verhältnismäßige und nachvollziehbare Gebührenstruktur. Daher erheben wir nicht irgendwelche Fantasiegebühren, sondern lehnen alle von uns erhobenen Gebühren an diejenigen Gebühren an, die einem Rechtsanwalt für dieselbe Tätigkeit nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) zustehen würden. Dies hat den Vorteil, dass die Höhe unserer Gebühren in der tagtäglichen Rechtspraxis (z.B. beim Erwirken eines Mahnbescheids) durch die Amtsgerichte problemlos anerkannt wird. Wir erheben eine Gebühr analog 1,3 VV RVG für unsere Tätigkeit und eventuell eine weitere Gebühr von 1,5 VV RVG für den Fall, dass der Schuldner eine Ratenzahlung oder einen Vergleich mit uns vereinbart. Für diese Gebühren haftet ausschliesslich der Schuldner. Kontoführungsgebühren erheben wir nicht.

  •  Muss ich bei IPP Mitglied werden, damit IPP meine Forderungen bearbeitet?

Nein, wir sind kein Verein, sondern ein Dienstleister. Es gibt bei uns keinerlei Mitgliedschaften, Aufnahmegebühren, Mitgliedsbeiträge o.ä. Sie müssen auch keine Auftragsformulare bei uns kaufen.

  • Kann ich auch einzelne Forderungen oder Forderungen gegen Privatpersonen von IPP bearbeiten lassen?

Selbstverständlich. Wir bearbeiten jede Forderung für Sie. Dabei ist es unerheblich, ob Sie Privatperson, Gewerbetreibender oder Firma sind. Gleiches gilt für Ihren Schuldner. Es spielt auch keine Rolle, ob Sie uns 1 oder 100 Forderungen zur Bearbeitung übergeben – auch wenn wir uns natürlich darüber freuen, wenn Sie uns dauerhaft als Ihren Partner nutzen und weiterempfehlen.

  • Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich Ihnen eine Forderung zur Bearbeitung übergebe?

Wir arbeiten in der Regel vollständig auf Erfolgsbasis. Das bedeutet: Wenn wir keinen Erfolg haben, kostet unsere Dienstleistung Sie als Auftraggeber nichts.

Die angefallenen Auslagen und Gebühren müssen von Ihnen nicht erstattet werden. Im Zahlungsfalle werden diese vom Schuldner begleichen. Da wir das gesamte Kostenrisiko tragen, erheben wir zusätzlich zu unseren Gebühren (für die wie gesagt nur der Schuldner aufkommen muss) eine Erfolgsprovsion. Die Höhe dieser Provision hängt davon ab, wieviele Forderungen Sie uns übergeben (haben Sie nur eine einzige Forderung oder übergeben Sie uns regelmäßig mehrere Forderungen?), wie hoch die jeweilige Forderungssumme ist und in welchem Bearbeitungsstand diese sich befindet. Der Bearbeitungsstand wirkt sich stark auf die zu erwartenden Kosten (z.B. für Adressermittlungen oder sonstige notwendige Auskünfte, Gerichts- oder Gerichtsvollzieherkosten etc.) und damit auf unser finanzielles Risiko aus. Somit müssen wir eine höhere Provision verlangen, je weiter die Bearbeitung der einzelnen Forderung fortgeschritten ist.

Eine Ausnahme stellen hier die Gerichtskosten im Automatisierten Mahnvefahren und die anfallenden Gerichts- und Anwaltskosten in einem eventuell notwendigen streitigen oder Klagverfahren dar. Diese sind von Ihnen zu erstatten, falls sie nicht durch den Schuldner bezahlt werden.

Nähere Informationen finden Sie in der Kategorie “Preise”. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot. Bitte nutzen Sie hierfür das Kontaktformular.

  • Warum verlangen Sie eine Erfolgsprovision von mir? Ich habe gehört, dass die Inkassokosten vollständig vom Schuldner bezahlt werden müssen.

Es ist richtig, dass der Schuldner vollständig für die von uns erhobenen Gebühren haftet. Diese werden Ihnen auf keinen Fall in Rechnung gestellt.

Es ist auch richtig, dass es Inkassounternehmen gibt, die damit werben, “völlig kostenlos” für den Auftraggeber zu arbeiten. Sie können sich jedoch sicher sein: Beides nennt sich dann zwar “Inkasso”, letztendlich handelt es sich jedoch um 2 völlig unterschiedliche Dienstleistungen. Wenn man Ihnen “kostenloses” Inkasso anbietet, läuft das höchstwahrscheinlich so: Man versucht, Ihre Forderung auf die Schnelle in bare Münze umzuwandeln. Der Schuldner bekommt ein, vielleicht auch zwei Mahnschreiben, in denen er zur Zahlung aufgefordert wird. Wenn der Schuldner dann nicht zahlt, wird die Akte in das sogenannte “Forderungsmanagement” genommen. Ab und zu wird noch ein Schreiben verschickt. Bleibt auch dies erfolglos, landet die Akte in irgendeinem Archiv. Wenn Sie dann nachhaken, was aus Ihrer Forderung geworden ist, wird man Ihnen mitteilen, dass diese sich in der Überwachung befindet. Man wird sicherlich nicht ernsthaft versuchen, alle nötigen Schritte einzuleiten, damit Ihre Forderung auch bezahlt wird.

Wir wollen nicht zum Aktenverwalter für Sie werden – wir wollen, dass Sie Ihr Geld bekommen. Daher gehen wir anders vor und setzen die geeigneten Mittel zum richtigen Zeitpunkt ein. Dies ist mit einem wesentlich höheren Kostenaufwand verbunden und birgt daher ein erheblich größeres finanzielles Risiko. Wir tun alles Nötige, damit Sie Ihre Forderung bekommen und Sie beteiligen uns im Gegenzug am Erfolg.

  • Was passiert, wenn mein Schuldner sich im Insolvenzverfahren befindet?

Sollte sich herausstellen, dass gegen einen Schuldner bereits vor unserer Beauftragung das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, beenden wir unsere Bearbeitung, sofern Ihre Forderung vom Insolvenzverfahren betroffen ist. Sollte Ihre Forderung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder z.B. aus unerlaubter Handlung enstanden sein, ist diese nicht betroffen und wir können für Sie tätig werden. Dies ist im Einzelfall zu überprüfen. Bitte beachten Sie jedoch, dass ein Schuldner im Insolvenzverfahren strengen Regeln unterliegt, die eine schnelle Forderungsrealisierung unwahrscheinlich machen. Es ist viel Geduld notwendig, auch wenn Ihre Forderung nicht Teil des eigentlichen Insolvenzverfahrens ist.

Normalerweise nehmen wir keine Anmeldung Ihrer Forderung im Insolvenzverfahren vor. Grund hierfür ist, dass es leider immer häufiger so ist, dass ein Insolvenzverfahren viel Aufwand und keinerlei Nutzen bedeutet. Oftmals bekommt ein Insolvenzgläubiger keinen Cent aus dem Verfahren. Bekommen wir mitgeteilt, dass ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, prüfen wir, welche Aussichten bestehen, dass Sie eventuell noch Beträge ausgezahlt bekommen und sprechen dann eine Empfehlung aus, ob wir eine Anmeldung Ihrer Forderung für sinnvoll erachten oder nicht. Wir reichen Ihnen dann Ihre Akte zurück, Sie können entscheiden, ob Sie eine Anmeldung vornehmen wollen oder nicht. Sollten Sie eine Anmeldung durch uns wünschen, können Sie uns von Fall zu Fall damit beauftragen. Wir erheben hierfür allerdings eine Gebühr. Beachten Sie bitte die Sektion Preise.

  • Warum beauftragen Sie einen Anwalt statt alles selbst durchzuführen?

Dies hat recht pragmatische Gründe: Das Rechtsdienstleistungsgesetz erlaubt einem Inkassodienstleister nicht, alle sinnvollen und wichtigen Maßnahmen selbst durchzuführen. Es ist z.B. zwingend die Einschaltung eines Anwalts nötig, wenn mit Gerichten verkehrt werden muss. Z.B. beim Antrag auf Kontopfändung oder wenn Sie Klage erheben müssen, um Ihre Forderung durchzusetzen. Maßnahmen, die lediglich Aktivität eines Gerichtsvollziehers erfordern (z.B. Pfändung von Bargeld) sind hingegen erlaubt. Damit Ihre Forderungen nun nicht ständig hin und her gereicht werden müssen, regeln wir das wie beschrieben. Sie haben dadurch keinerlei Mehraufwand oder erhöhtes Risiko.

  • Warum sollte ich dann IPP beauftragen statt meine Forderung gleich an einen Anwalt zu geben?

Aus Kostengründen. Ein Anwalt ist an das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz gebunden. Jede Tätigkeit, die er für Sie durchführt und alle anfallenden Kosten wird er Ihnen in Rechnung stellen. Da er keine Erfolgsprovision vereinbaren darf, ist dies die einzig mögliche Abrechnungsform. D.h. für Sie: Sie müssen weiter investieren und bleiben auf allen Kosten sitzen, wenn der Schuldner nicht bezahlt. Wir arbeiten auf eigenes Risiko, weil wir uns sicher sind, abschätzen zu können, welche Maßnahme wann erfolgreich ist und welche nicht. Wenn ein Anwalt notwendig wird, beauftragen wir einen – auf unser Risiko.

  •  Wie kann ich Forderungen an Sie übergeben?

Zunächst kontaktieren Sie uns bitte, damit wir Ihnen eine Vereinbarung zur Unterschrift übersenden können. Anschliessend können Sie uns Ihre Forderungen per Email, per Fax oder auch per Post übergeben. Selbstverständlich können Sie die Unterlagen auch persönlich vorbeibringen. Bitte informieren Sie uns in diesem Falle kurz vorher telefonisch. Größere Aktenvolumen holen wir selbstverständlich auch gerne bei Ihnen ab.

Wir richten auch gerne eine EDV-Schnittstelle entsprechend Ihren Vorgaben ein, falls Sie uns größere Datenmengen direkt aus Ihrer Software überspielen wollen. Dies ist vor allem bei regelmäßig anfallenden Forderungen von Vorteil.

  • Kaufen Sie auch Forderungen an?

Ja. Sollten Sie Forderungen haben, die Sie uns verkaufen möchten, kontaktieren Sie uns bitte. Wir erstellen Ihnen dann umgehend ein Angebot.

  • Wie kann ich mich über den Sachstand meiner Forderungen bei IPP informieren?

Am einfachsten geht das über das Internet. Alle unsere Kunden bekommen kostenlos Zugang zu unserem online Auskunftssystem (s. im Hauptmenü unter “Login”). Dort haben Sie 24 Stunden am Tag 7 Tage die Woche die Möglichkeit, den aktuellen Stand der Bearbeitung in jeder einzelnen Akte im Detail anzusehen. Inklusive aller von uns veranlassten Maßnahmen, des aktuellen Forderungsbetrags und aller eingehenden Zahlungen. Bitte nutzen Sie den Benutzernamen “test” und das Passwort “test” (jeweils ohne “”), wenn Sie sich probeweise dort umschauen möchten. Sie haben außerdem die Möglichkeit, Nachrichten zu einzelnen Akten direkt in die Akte zu schicken. Wir finden, soviel Transparenz muss sein. Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Rückfragen auch gerne telefonisch, per Email oder per Fax zur Verfügung. Bei größeren Auftragsumfängen erstellen wir Ihnen gerne auch Auswertungslisten ganz nach Ihren Anforderungen, z.B. Monatsauswertungen, Quartalsberichte usw.

  • Wann ist eine Forderung uneinbringlich?

Es gibt für uns nur 2 Fälle, in denen wir die Bearbeitung einer Forderung einstellen, weil diese in unseren Augen uneinbringlich ist: Insolvenzverfahren. Das Insolvenzverfahren ist abgeschlossen, dem Schuldner wurde die Restschuldbefreiung erteilt. Sterbefall. Der Schuldner verstirbt und hinterlässt keine Erben.

In jedem anderen Fall bearbeiten wir Ihre Forderung bis zur endgültigen Bezahlung.

 

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